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Solarthermie




Was ist Solarthermie ?

Solarthermie verwandelt Sonnenlicht direkt in Wärme. Während Photovoltaik Strom erzeugt, nutzen Solarthermie-Kollektoren die Sonnenkraft, um Wasser für deine Dusche oder die Heizung zu erhitzen – effizient, klimafreundlich und kostenlos.
 

Wie funktioniert Solarthermie ?

  • Energieaufnahme: Die Kollektoren auf dem Dach absorbieren die Sonnenstrahlung und erhitzen eine spezielle Wärmeträgerflüssigkeit im Inneren des Systems.

  • Transport: Eine Pumpe befördert die erhitzte Flüssigkeit (roter Kreislauf) vom Dach hinunter zum Wärmespeicher im Haus.

  • Wärmeübertragung: Im Speicher gibt die Flüssigkeit ihre Wärme über einen Wärmetauscher an das Brauch- und Heizungswasser ab. Die abgekühlte Flüssigkeit (blauer Kreislauf) fließt zurück aufs Dach, um erneut erwärmt zu werden.

  • Nutzung & Absicherung: Das erwärmte Wasser steht nun für die Dusche (Brauchwasser) oder die Heizkörper zur Verfügung. Reicht die Sonnenenergie einmal nicht aus, springt der Heizkessel automatisch ein, um die gewünschte Temperatur sicherzustellen.

F.A.Q.

Alles Wichtige zur Solarthermie
Hier findest du Antworten auf die häufigsten Fragen rund um die Solarthermie.

Solarthermie macht Wärme, Photovoltaik macht Strom. Während Solarthermie-Kollektoren die Sonnenkraft direkt nutzen, um Wasser für Dusche und Heizung zu erhitzen, wandeln Photovoltaik-Module das Licht in elektrische Energie aka. Strom um.
 
Ja, aber mit geringerer Leistung. Die Kollektoren nutzen auch die sogenannte Diffusstrahlung (Licht bei Bewölkung). Da die Sonne im Winter jedoch kürzer und flacher scheint, reicht die Energie meist nicht allein aus. Die Solarthermie arbeitet dann als Unterstützung für dein Hauptheizsystem (z. B. Gas, Pellets oder Wärmepumpe).
 
Das hängt davon ab, was du erreichen willst. Für die reine Warmwasserbereitung eines 4-Personen-Haushalts genügen meist 4 bis 6 m² Kollektorfläche. Möchtest du die Solarthermie auch zur Heizungsunterstützung nutzen, solltest du mit etwa 10 bis 15 m² planen.
 
Absolut. Durch Solarthermie senkst du deinen Brennstoffverbrauch (Gas, Öl, Holz) für die Warmwasserbereitung im Sommer oft auf Null. Über das Jahr verteilt sparst du ca. 60 % der Energie für Warmwasser und bis zu 30 % der Heizkosten. Zudem gibt es attraktive staatliche Förderungen, die die Anschaffungskosten deutlich senken.
 

Unterschied Solarthermie und Solarenergie

Solarthermie und Photovoltaik nutzen beide die Energie der Sonne, aber auf unterschiedliche Weise.

Bei der Solarthermie wird die Sonnenstrahlung direkt in Wärme umgewandelt. Das Sonnenlicht trifft auf dunkle Flächen in sogenannten Kollektoren, die sich dadurch aufheizen. Diese Wärme wird an eine Flüssigkeit weitergegeben und kann dann zum Beispiel für Warmwasser oder zum Heizen verwendet werden. Es geht also darum, die Wärme der Sonne möglichst gut „einzufangen“.

Bei der Photovoltaik passiert etwas anderes. Hier wird das Licht der Sonne genutzt, um Strom zu erzeugen. In den Solarzellen bringt das Licht Elektronen in Bewegung, und dadurch entsteht elektrischer Strom. Es wird also nicht die Wärme genutzt, sondern die Energie des Lichts selbst.

Vorteile der Solarthermie

Solarthermie hat viele Vorteile gegenüber traditioneller Heizmethoden.

Hier sind die 3 größten Vorteile:

Umweltfreundlich

Die Nutzung kostenloser Sonnenenergie ist CO2- neutral, was den ökologischen Fußabdruck reduziert.

Hohe Kosteneffizienz

Solarthermieanlagen können bis zu 60% des jährlichen Warmwasserbedarfs decken und Heizkosten spürbar senken.

Staatliche Förderungen

Investitionen werden durch diverse Förderprogramme attraktiv unterstützt. Da es eine klimaneutrale Alternative ist.

Solarthermie ist kosteneffizient, da sie bis zu 60 % des jährlichen Warmwasserbedarfs decken und somit Heizkosten erheblich senken kann. Zudem ist die Nutzung der Sonnenenergie umweltfreundlich und CO₂-neutral, was den ökologischen Fußabdruck verringert.

Die Anlagen tragen zur Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern bei und reduzieren die Abhängigkeit von schwankenden Öl- und Gaspreisen. Technisch ausgereift und mit einer langen Lebensdauer von über 25 Jahren sind Solarthermieanlagen wartungsarm und sehr langlebig. Besonders bei der Warmwasserbereitung sind sie hoch effizient.

Zudem werden Investitionen durch staatliche Förderprogramme unterstützt, was die Wirtschaftlichkeit steigert. Schließlich bietet die Solarthermie vielseitige Einsatzmöglichkeiten, etwa für Brauchwasser, Heizungsunterstützung oder die Poolheizung.

Nachteile der Solarthermie

Solarthermie hat leider auch viele Nachteile gegenüber traditioneller Heizmethoden.

Hier sind die 3 größten Probleme mit Solarthermie:

Wetterabhängig

Die Leistung sinkt im Winter auf 20-30% im Vergleich zum Sommer. An bewölkten Tagen oder Regen ist der Ertrag gering.

Hoher Platzbedarf

Es wird viel Platz auf dem Dach und für den Pufferspeicher im Haus benötigt.

Teuer

Die Anschaffung und Installation ist sehr teuer und rentiert sich erst nach vielen Jahren.

Der Ertrag ist wetter- und saisonabhängig, sodass die Leistung im Winter auf 20–30% des Sommerertrags sinkt und an bewölkten Tagen gering ist.

Zudem sind die Anschaffungs- und Wartungskosten hoch, da neben der Installation auch regelmäßige Wartungsmaßnahmen wie der Austausch von Frostschutzmitteln anfallen. Eine vollständige Autarkie ist nicht möglich, da eine konventionelle Zusatzheizung erforderlich bleibt. Im Sommer kann es zu Stagnation kommen, wenn der Warmwasserspeicher voll ist und überschüssige Wärme nicht genutzt werden kann.

Auch der Platzbedarf ist beträchtlich, da sowohl auf dem Dach als auch im Haus Raum für den Pufferspeicher benötigt wird. Die Amortisationszeiten sind lang und die Einsparungen im Vergleich zu den Kosten oft gering. Darüber hinaus konkurriert Solarthermie mit Photovoltaikanlagen, da die Dachfläche nur einmal genutzt werden kann und PV-Anlagen als zukunftsfähiger gelten.

Die benutzten Informationen kommen aus folgenden Quellen:

Wikipedia

Viessmann

KFW

Solaranlage-ratgeber

Heizung